Katharina Fritsch (geb. 1956) gilt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart. International berühmt wurde sie mit ihrer "Tischgesellschaft" (1988), eine inzwischen häufig reproduzierte Installation, bei der ein einzelner, schwarzgekleideter Mann 32mal mit sich selbst an einem langen Tisch sitzt als Symbol einer entindividualisierten Welt der Einsamkeit und Sprachlosigkeit. In einer großen Einzelausstellung zeigen die Deichtorhallen Hamburg aktuelle Arbeiten der Künstlerin: "Katharina Fritsch vertritt mit ihren Werken eine markante, von Humor geprägte Position zur Welt des Alltags, der Mythen und des Konsums, wobei allgemeine Symbole und Reminiszenzen, die in den Siebdrucken und Skulpturen auftauchen, eine gewisse Rolle spielen. Viele ihrer Arbeiten befassen sich mit den dunkleren Bereichen unseres kollektiven Bewusstseins, mit angstbesetzen Phantasien und Mythen, die Fritsch ikonenhaft in Objekte und Bilder umsetzt. In den letzten Jahren sind zahlreiche Siebdrucke entstanden, in denen sich Katharina Fritsch mit Alltagsklischees und typischen Kindheitserinnerungen auseinandersetzt." (Deichtorhallen Hamburg)