Der Künstler Tobias Rehberger gestaltete für die Biennale 2009 in Venedig die Cafeteria auf dem Ausstellungsgelände der "Giardini", den Biennale-Gärten mit den Pavillons der Länder. Für diese Arbeit erhielt er den "Goldenen Löwen", den Biennale-Preis für die beste künstlerische Arbeit. Kritiker bezeichneten diese Raumgestaltung Rehbergers als "Op-Art-Camouflage". Diese Assoziationen stellen sich beim Betreten des Raumes sofort ein. Der Künstler verwendet Elemente der Op-Art und schafft so einen auf den ersten Blick verwirrenden Raumeindruck. Das Auge des Betrachters wird irritiert, es kommt zu einer vom Künstler inszenierten Interaktion zwischen Werk und Betrachter. Rehbergers Raum kann man im Schnittfeld von Kunst und Design ansiedeln. In einem Interview äußerte sich Tobias Rehberger dazu so: "Ich halte Design nicht für etwas Wichtigeres oder Interessanteres als die Kunst selbst. Es geht in meinen Arbeiten nicht darum, Design in die Kunst einzuführen. Meine Perspektive ist die eines Künstlers, aber es gibt eben verschiedene Fragesellungen, z.B. wie ich mit Design umgehe, wie ich es benutzte und wie ich darüber nachdenke, weil ich das in Beziehung zu einer Skulptur interessant finde." (Tobias Rehberger)