Gerhard Richter: Abstrakte Bilder
Zu den Höhepunkten des Ausstellungsjahres 2008/2009 gehört die Ausstellung "Gerhard Richter. Abstrakte Bilder", die nach dem Museum Ludwig in Köln im Frühjahr 2009 im Haus der Kunst in München gezeigt wird. Erstmals stellt eine Ausstellung die abstrakten Gemälde Richters, einem der bedeutendsten Künstler der Gegenwart, in dem Mittelpunkt. Entstanden sind diese Bilder seit Mitte der 1970er Jahre. "Abstrakte Bilder sind fiktive Modelle, weil sie eine Wirklichkeit veranschaulichen, die wir weder sehen noch beschreiben können, auf deren Existenz wir aber schließen können" - so äußerte sich der Künstler selbst zu seinen abstrakten Gemälden. Dazu gehören auch die Serien "Cage" und "Bach", für die das musikalische Werk dieser beiden sehr unterschiedlichen Komponisten die Anregung gab. Die abstrakten Bilder des Künstlers entstehen unter der Verwendung unterschiedlichster Malwerkzeuge wie Pinsel, Rakel und Spachtel. Bis zu dreißig Farbschichten trägt Richter auf und legt sie wieder frei, löscht sie aus oder überlagert sie mit neuen Schichten. Dabei lassen "Willkür, Zufall, Einfall und Zerstörung einen bestimmten Bildtypus entstehen, aber nie ein vorbestimmtes Bild." (Gerhard Richter)
In einer einführenden Lehrerinformation werden Ziele, Inhalte, Materialien und Medien dieser Unterrichtssequenz zu den abstrakten Bildern von Gerhard Richter beschrieben. Die Darstellung eines möglichen Unterrichtsverlaufs sowie weiterführende Arbeitsanregungen ergänzen diese Lehrerinformation.
In einem Schülerarbeitsblatt werden wesentliche Grundlagen der abstrakten Malerei als Phänomen der Kunst der Moderne erläutert und Hintergrundinformationen zum Begriff der Abstraktion bei Gerhard Richter gegeben. Dabei spielen eigene Aussagen des Künstlers (Zitate) eine wichtige Rolle. Fragen und Anregungen für Unterrichtsgespräche und als Impuls für eine praktische Arbeit der Schülerinnen und Schüler ergänzen und vertiefen den Text.
Die offizielle Homepage von Gerhard Richter bietet einen breiten Überblick anhand einer Fülle von Bildmaterialien über das Werk des Künstlers und die verschiedenen Werkphasen:
http://www.gerhard-richter.com
"Dirigent des Zufalls - Gerhard Richter und seine abstrakten Bilder" - dieser Aufsatz von Verena Hütter findet sich auf den Webseiten des Goethe-Instituts. In Zusammenhang mit der Kölner Ausstellung 2008/2009 geht die Autorin auf Fragen der Maltechnik, der Farbe, des Zufalls und der Bedeutung der Musik im Kontext der abstrakten Bilder des Künstlers ein:
http://www.goethe.de/kue/bku/thm/kab/de3950563.htm
Auf den Webseiten des Museums Ludwig Köln findet sich ein kurzer Text und eine exemplarische Auswahl (Bildstrecke) zu den abstrakten Bildern von Gerhard Richter:
http://www.museenkoeln.de/museum-ludwig
"Kratzspuren an der Abstraktion" ist ein Beitrag von Hubertus Butin überschrieben, in dem er die abstrakten Bilder Gerhard Richters und die Fotoübermalungen des Künstlers analysiert. Der Beitrag wird durch zahlreiche Bildbeispiele illustriert:
http://www.artnet.de/magazine/reviews/butin/butin11-05-08.asp
Die Wikipedia-Enzyklopädie bietet einen umfassenden Artikel zum Thema "Abstraktion" an. Dabei werden die spezifischen Verwendungen des Begriffs in den Einzelwissenschaften, von der Kunst, über die Mathematik und die Philosophie dargestellt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Abstraktion