Bilder aus dem Reich der Rätsel: Der Maler Peter Doig
Peter Doig (geb. 1959) gilt als einer der herausragenden Maler seiner Generation. Seine Malerei wird oft mit dem Begriff "Magischer Realismus"charakterisiert, den der Kunstkritiker Franz Roh in den 1920er Jahren prägte. Mit diesem Begriff soll die Verschmelzung der greifbaren, sichtbaren und rational erklärbaren Wirklichkeit mit Elementen, die aus dem Bereich des Magischen kommen, erklärt werden. Es ist ein Kennzeichen der Kunst von Peter Doig, dass er sich vom Mainstream, das heißt von allen modischen Entwicklungen in der Malerei der vergangenen 20 Jahre, ferngehalten hat. Seine Kindheit und Jugend ist durch häufige Umzüge gekennzeichnet. Der Künstler lebte in ganz unterschiedlichen Ländern und Kontinenten und nie mehr als drei Jahre im selben Haus, wodurch Doig unterschiedliche Kulturen kennen lernte. Anfänglich nahm er ein Studium als Bühnenbildner auf, um dann in London Malerei zu studieren. Heute lebt er in Trinidad. Die Kunstkritik beschreibt seine Bilder in ihrer Wirkung als äußerst ästhetisch ("Vom Glanz der Oberfläche"), gleichzeitig aber auch immer wieder als sozialkritisch: "In den Gemälden, deren Ruhe jeden Moment zu kippen scheint, gerinnen Erinnerung, Biografisches, populäre Bilder und erzählte Handlungen zu traumhaften Gebilden." (Schirn Kunsthalle Frankfurt)