Das Schweizer Künstlerduo Peter Fischli und David Weiss, oft abgekürzt als Fischli/Weiss präsentiert, gehören zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. Einem breiten internationalen Publikum wurden sie 1987 durch ihren bei der documenta 8 gezeigten Film "Der Lauf der Dinge" bekannt, der inzwischen zu einem Klassiker im Bereich der Künstlerfilme wurde. Das Werk dieser beiden Künstler ist durch eine Vielfalt medialer Ausdruckformen gekennzeichnet: Fotoarbeiten, Filme, Künstlerbücher, Plastiken aus unterschiedlichen Materialien, Multimedia-Installationen u. a.: "Das Augenmerk von Fischli/Weiss gilt dem Unspektakulären, dem Alltäglichen und scheinbar Banalen. Es ist ein betont unzynischer Blick, der in die Grauzonen unserer aufs Funktionieren angelegten Welt führt [...] Es ist eine Kunst, die in den vergangenen Jahrzehnten sowohl ernsthaft zur Diskussion einer Postavantgarde beitrug, wie zugleich auch ein breites Publikum anzusprechen vermochte." (Kunsthaus Zürich) Im Mittelpunkt der Unterrichtsmaterialien dieser Ausgabe des Schroedel-Kunstportals stehen ihre "Equilibres" genannten Fotoarbeiten von Skulpturen, die nur als Fotos existieren. Diese Arbeiten voller Witz, Überraschung und Ironie erinnern an den Dadaismus als auch an den Surrealismus. Zusammengesteckte oder aufeinandergetürmte Gegenstände wie Messer, Gabeln, Möhren, Gurken, Küchengeräte u. a. sind im Moment des ausgeloteten Stillstandes, des Schwebzustandes und des Gleichgewichts aufgenommen. So lautet der Untertitel von Fischli/Weiss zu "Equilibres" auch: "Am schönsten ist das Gleichewicht, kurz bevor`s zusammenbricht."