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© Murakami

Über dem Eingang des Frankfurter Museums für Moderne Kunst MMK steht bis Januar 2008 statt dem Namen des Museums © Murakami zu lesen. Das Museum widmet einem der erfolgreichsten Gegenwartskünstlern, dem Japaner Takashi Murakami eine umfassende Einzelausstellung. Dafür wurde das komplette Museum leergeräumt, auch die Werke der Dauerausstellung wurden ins Depot gebracht. Das © im Ausstellungstitel verweist auf eine bisher in der Geschichte der Kunst in dieser Form nicht gekannte Verschmelzung zwischen Hoch- und Massenkultur, Kunst und Kommerz. Es ist eine bewusste Betonung des ökonomischen Aspekts im Werk des japanischen Künstlers. Die Arbeiten Murakamis basieren einerseits auf der traditionellen japanischen Kunst, dem Farbholzschnitt des 18. Jahrhunderts eines Hiroshige oder Hokusai, andererseits bedient es sich der Motive der japanischen Popkultur, vor allem der Bildwelten der Mangas. Ein wesentlicher Teil der Ausstellung ist der Murakami-Museum-Shop mit den Produkten der Murakami gehörenden Firma Kaikai Kiki. Die Motive des Künstlers finden sich auch auf Handtaschen (Louis Vuitton) und Tapeten, T-Shirts, Schlüsselanhängern oder Teppichen.

Unterrichtsmaterialien

In einer einleitenden Lehrerinformation werden Ziele, Inhalte, Medien, Materialien und alternative Ideen für eine Unterrichtspraxis zu dieser Unterrichtssequenz © Murakami präsentiert.
 
In einem Arbeitsblatt erhalten Schülerinnen und Schüler Informationen zum Werk von Takashi Murakami und dessen Bezügen und Grundlagen, so zur japanischen Popkultur und zu japanischen Farbholzschnitten des 17. und 18. Jahrhunderts, auf die sich der Künstler in seiner Bildsprache bezieht. Dazu werden zwei Bildreihen (s. unten) angeboten.
 
9 ausgewählte Beispiele zeigen historische japanische Farbholzschnitte von Hokusai und anderen japanischen Künstlern der "Ukyio-e-Periode", deren Bildsprache sowohl die japanische Manga-Kultur wie das Werk von Murakami stark beeinflusst hat.
 
Aktuelle Bilder der japanischen Alltags- und Popkultur zeigen den kulturellen Hintergrund, auf dem das Werk des Künstlers zu sehen und zu verstehen ist.
 
"Ich bin ein Marketing-Künstler" - so die Überschrift eines Interviews, das Murakami mit "art. Das Kunstmagazin" führte. Das Interview findet sich auf den Webseiten von "art. Das Kunstmagazin": http://www.art-magazin.de/kunst/5439/?mode=print
 
Ein umfangreicher Artikel zur Frankfurter Murakami-Ausstellung mit Bildern findet sich auf den Webseiten von "kultur-online": http://www.kultur-online.net/?q=node/5241
 
Ein Artikel zu "Superflat", der Kunstbewegung aus Japan, der auch Takashi Murakami zugeordnet wird, bietet die Wikipedia-Enzyklopädie an: http://de.wikipedia.org/wiki/Superflat
 
Einen umfassenden Aufsatz über "Otaku", die besondere Form der japanischen Subkultur, mit dem Titel "Eine Lebensform der Zukunft? Der Otaku?" von Volker Grasmuck findet sich im Internet unter: http://waste.informatik.hu-berlin.de/Grassmuck/Texts/otaku99.html
 
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