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Goldfinger im Kanzleramt

Neben der Documenta 12 gab es im Juli 2007 ein Kunstereignis, das es auf die Titelblätter fast aller deutschen Tageszeitungen und in die Feuilletons brachte. "Goldfinder im Kanzleramt" - so schrieb der Kritiker Niklas Maak in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu der Übergabe des Porträts von Ex-Kanzler Gerhard Schröder an seine Nachfolgerin Angela Merkel, das von dem Künstler Jörg Immendorff stammt.
Die Tradition, sich als scheidender Bundeskanzler von einem Künstler seiner Wahl porträtieren und das Bild in die Galerie im Kanzleramt eingehen zu lassen, hat der frühere Kanzler Helmut Schmidt begründet. Außer Bernhard Heisig waren es bisher eher unbekannte - übrigens ausschließlich männliche - Künstler, die die Bildnisse erstellten. Vor längerer Zeit startete die BILD-Zeitung eine Aktion und ließ ihre Leserinnen und Leser den Ex-Kanzler porträtieren. Tausende von Bildnissen kamen zusammen, die ebenso von Interesse sind wie das Porträt von Immendorff, der kurz vor der Übergabe seines Werkes starb.

Unterrichtsmaterialien

In einer einführenden Lehrerinformation werden Ziele und Inhalte der Unterrichtssequenz im Kontext Porträt, Herrscherbildnis und Kunst und Politik dargestellt, ein möglicher Unterrichtsverlauf skizziert und Hinweise auf weitere Unterrichtsmaterialien und Medien gegeben.
 
In einem Arbeitsblatt für Schülerinnen und Schüler wird der Hintergrund der Entstehung der Kanzlergalerie dargestellt, die Entstehung des Bildes und mögliche Bedeutungsebenen des Schröder-Porträts erläutert. Dabei werden Bezüge zur Geschichte und Funktion des Porträts und Herrscherbildnisses gezogen.
 
Der Autor Tilman Spengler besuchte mit Gerhard Schröder Jörg Immendorf in seinem Atelier. Dies war nach der Fertigstellung des Bildes im Januar 2007, noch vor Immendorffs Tod. In einem Beitrag für die ZEIT unter dem Titel "Das ist ja ein Ding" beschreibt Spengler den Atelierbesuch. In den Webseiten der ZEIT findet sich dieser Beitrag unter http://images.zeit.de/text/2007/04/Schroeder-Immendorff
 
Die BILD-Zeitung berichtete fortwährend über die Entstehung des Bildes wie auch über die Übergabe. Auch ein Link zu 65 ausgewählten Schröder-Porträts, die Leserinnen und Leser der Zeitung gemalt haben, findet sich im Rahmen der hier ausgewählten Website. Gibt man auf der Startseite http://www.bild.t-online.de Suchbegriff Gerhard Schroeder Portrait ein, so wird man zu einer Übersicht weiterer Artikel über Schröder/Immendorff geleitet.
 
"Goldfinger im Kanzleramt" - so überschrieb der Kritiker Niklas Maak seine Analyse des Bildes und seiner Ikonografie. Darin stellt er auch politische Bezüge her. Der Beitrag ist über die Startseite http://www.faz.net zu erhalten, wenn man den Titel des Artikels als Suchbegriff eingibt. Der Download des Artikels kostet 2,00 €.
 
Ein Video mit dem Titelsong aus dem Film "Goldfinger", auf den Niklas Maak in seinem Text Bezug nimmt, wird bei YouTube präsentiert: http://www.youtube.com/watch?v=crn5ephc4UM
 
"Kunst und Politik - Was Experten sagen" - unter dieser Überschrift äußerste sich der bekannte Kunstsammler und Galerist Heinz Berggruen in einem Interview mit Rudolf Zwirner. Auf den Webseiten von "Cicero. Magazin für politische Kultur" findet sich dieses Interview: http://www.cicero.de/97.php?ress_id=%207&item=%201146
 
Die Internetenzyklopädie Wikipedia stellt in einem kompakten Artikel die Biografie und das Werk von Jörg Immendorff vor und bietet zahlreiche Weblinks an.
 
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