Mythos documenta - 100 Tage Kunst in Kassel 2007
Seit 1955 findet alle 4 bis 5 Jahre in Kassel die documenta statt, inzwischen als "Weltkunstschau" oder bedeutendste Ausstellung der Welt bezeichnet. Kamen zur documenta 1 beachtliche 133.000 Besucher, so waren es bei der documenta 11 bereits 650.952 Besucher. Vom 16.6. bis 23.9.2007 wird Kassel für 100 Tage im Blickpunkt der Kunstwelt stehen. Die vom Leiter der documenta 12 Roger M. Buergel formulierten konzeptionellen Fragen der Ausstellung lauten: "Ist die Moderne unsere Antike?", "Was ist das bloße Leben" und "Bildung: Was tun?". Darauf versucht die documenta 12 gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt und mit den Besuchern Antworten zu finden.
Die Beschäftigung mit der Geschichte der documenta als bedeutendem Ereignis und Gegenstand der Kunstgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts sowie die Vorbereitung eines möglichen Besuch mit Schülerinnen und Schülern in Kassel stehen im Mittelpunkt dieses Unterrichtsbausteins.
In einer Lehrerinformation werden Ziele und Inhalte dieser Unterrichtssequenz dargestellt, ein möglicher Unterrichtsverlauf skizziert und hinweise auf weitere Unterrichtsinhalte, Medien und Literatur gegeben.
In einem Arbeitsbogen werden in einer prägnanten Zusammenfassung die Geschichte der documenta und ihre Bedeutung für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts dargestellt. Dabei werden auch heute weltbedeutende Kunstwerke, die in Kassel im Rahmen der documenta entstanden sind oder dort erstmals ausgestellt wurden, einbezogen. Ergänzt wird der Text durch Anregungen für Recherchen und unterschiedliche Formen gestalterischer Praxis für die Schülerinnen und Schüler.
Auf den informativen offiziellen Webseiten der documenta 12
http://www.documenta12.de, werden ausführlich die konzeptionellen Grundlagen der Ausstellung dargestellt und durch laufende aktuelle Ergänzungen erweitert, in deren Rahmen auch zunehmend Künstlerinnen und Künstler, die an der documenta teilnehmen, mit ihren Arbeiten vorgestellt werden.
Die Internet-Enzyklopädie Wikipedia bietet unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Documenta einen grundlegenden Artikel über Entstehung und Geschichte der documenta. Von dieser Seite aus können aus einer tabellarischen Übersicht einzelne Webseiten zu den documenten 1 bis 12 geöffnet werden. Diese Materialien sind auch mit zahlreichen Bildern bedeutender Kunstwerke illustriert, die die einzelnen documenten entsprechend ihrer thematischen Ausrichtungen präsentierten. Hinweise auf Literatur und Links ergänzen diese Seiten.
Der Begründer der documeta, Arnold Bode, hatte schon die Idee eines documenta Archivs, um der große Materialfülle, die im Umfeld der Ausstellungen zustande gekommen ist, in einem eigenen zentralen Archiv zu sammeln. Dieses inzwischen installierte documenta Archiv kann man für Recherchen unter der Webadresse
http://documentaarchiv.stadt-kassel.de/miniwebs/documentaarchiv/01977/index.html erreichen.