WIRKLICHKEIT ALS KONSTRUKT
Der Fotograf Andreas Gursky
Eine der wichtigen Ausstellungen im Jahr 2007 ist dem Fotografen Andreas Gursky im Haus der Kunst in München gewidmet. Seit seiner Ausstellung im Museum of Modern Art in New York 2001 wird der Künstler als "Superstar der Fotografie" und als teuerster Fotograf der Gegenwart in den Medien und Feuilletons gefeiert. Die Münchener Ausstellung ist die erste große Ausstellung des Künstlers seit 2001 und präsentiert rund 50 Bilder, die insbesondere auch durch ihre großen Formate auffallen. Die Bilder zeigen Phänomene der globalisierten Welt: Kulturlandschaften, Supermärkte, Freizeitanlagen, Rennstrecken, Hotels, Produktionsanlagen u. A. Gurskys Werke sind alles andere als dokumentarische Fotos, auch wenn sie auf den ersten Blick so erscheinen. Der Künstler montiert und komponiert seine digitalen Bilder wie ein Maler am Computer. Mit den digitalen Möglichkeiten verschwindet für ihn zunehmend der Unterschied zwischen Malerei und Fotografie.
Der Unterrichtsbaustein wurde erarbeitet von Hildegard Wirth (englischer Text), Joachim Penzel und Josef Walch.
In einer Lehrerinformation werden Ziele und Inhalte dieser Unterrichtseinheit zu Adam Elsheimer dargestellt. Ein Überblick skizziert einen möglichen Unterrichtsverlauf. Ergänzt wird dies durch Hinweise auf Medien, Literatur und weiterführende Unterrichtsanregungen.
Mit "Sinnbilder der Weltgesellschaft des 21. Jahrhunderts" ist ein Text überschrieben, der Schülerinnen und Schüler in das Werk von Andreas Gursky einführt. Fragen und Anregungen zu den Bildern von Gursky ergänzen den Text.
Andreas Gursky versteht sich beim Aufbau seiner Bilder als Maler, der sein Bild aus unterschiedlichen Elementen komponiert. Dabei ergeben sich, so der Künstler, Bezüge zur Geschichte der Kunst und anderen Künstlern. Sein Bild "Kamiokande" stellt Gursky in den Zusammenhang mit dem Bild "Die Toteninsel" (1880) von Arnold Böcklin. Ein einführender Text für Schülerinnen und Schüler, ergänzt durch Anregungen, stellt das "Die Toteninsel" in seiner Bedeutung für die Kunst des 20. Jahrhunderts vor.
2001 präsentierte das Museum of Modern Art in New York eine heute als "legendär" bezeichnete Ausstellung der Arbeiten Andreas Gurskys. Auf den Webseiten des Museum finden sich unter
http://www.moma.org/exhibitions/2001/gursky ein englischer Text zu Gursky. Ergänzt durch die folgenden Anregungen und Fragen, eignet er sich als Unterrichtsmaterial für den Englischunterricht der Sekundarstufe II.
Das Haus der Kunst München präsentiert auf seinen Webseiten -
http://www.hausderkunst.de - zur aktuellen Gursky-Ausstellung einen einführenden Text in das Werk des Künstlers sowie drei Beispiele seiner Bilder.
Die Online-Ausgabe des Magazins FOCUS präsentiert unter
http://www.focus.de/kultur/kunst aus Anlass der Münchener Ausstellung von Andreas Gursky einen kurzen Text zum Werk des Künstler sowie eine umfangreiche Foto-Galerie zur Ausstellungseröffnung mit Werken Gurskys.
Für den Französischunterricht der Sekundarstufe II eignen sich Text und Bilder der Webseiten
http://www.exporevue.com/magazine/fr/gursky.html, die aus Anlass einer Gursky-Ausstellung 2002 im Centre Pompidou als Einführung in das Werk des Künstlers entstanden sind.
Auf der Webseite des Goethe-Instituts finden Sie unter dem Stichwort "Künste" einen umfassenden Artikel
http://www.goethe.de/kue/bku/thm/kab/de2181672.htm), der sich mit dem fotografischen Werk Andreas Gurskys befasst und auch als Audiodatei abrufbar ist.