UMSTRITTEN
Hitlers “Lieblingsbildhauer” Arno Breker
Ausstellungen mit Plastiken des Bildhauers Arno Breker, einem der bedeutenden und von Hitler geförderten “Hofbildhauer” des Nationalsozialismus, führten immer wieder zu kontroversen kulturpolitischen Debatten darüber, ob man die Arbeiten Brekers in Museen zeigen sollte oder nicht. Zuletzt war im Spätjahr 2006 in Schwerin eine Ausstellung Breker zu sehen, die wiederum zu einer breiten öffentlichen Diskussion über das Werk des heute noch höchst umstrittenen Bildhauers führte. Dabei geht es um eine kritische Auseinandersetzung mit der Kunst des „Dritten Reiches”, die auch als nationalsozialistische Gesinnungskunst bezeichnet wird, weil sie die unmenschliche Ideologie des Nationalsozialismus visualisierte.
Der Unterrichtsbaustein wurde erarbeitet von Josef Walch.
In einer Lehrerinformation werden Ziele und Inhalte der Unterrichtseinheit beschrieben. Dabei wird auch ein möglicher Unterrichtsverlauf skizziert. Ergänzt werden diese Informationen durch Hinweise auf Medien, Literatur und weiterführende Unterrichtsanregungen.
In einem Interview mit dem Magazin DER SPIEGEL lehnt der durch seine politischen und satirischen Plakate bekannte Künstler Klaus Staeck, der auch Präsident der Berliner Akademie der Künste ist, die öffentliche Präsentation der Werke Brekers ab. Der Text des Interviews ist durch Fragen und Anregungen ergänzt.
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU veröffentliche aus Anlass der Schweriner Ausstellung ein Interview mit dem Sportwissenschaftler Thomas Alkemeyer. Dabei geht es insbesondere um die Darstellung von Körpern im Kontext der Ästhetik des Nationalsozialismus.
In einem kurzen Text wird die Biografie und künstlerische Entwicklung Arno Breker beschrieben.
“Darf man Breker zeigen?” – Unter diesem Titel setzte sich der Kunstkritiker Niklas Maak in einem umfassenden Artikel in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG mit Breker, seiner künstlerischen Entwicklung, seiner Bedeutung und möglichen Folgen der Breker-Ausstellung in Schwerin auseinander. Fragen und Arbeitsanregungen ergänzen den hier gekürzt wiedergegebenen Text.
In einem ca. einmütigen Wochenschaufilm aus dem Jahr 1941 wird der Besuch einer Gruppe französischer Künstler im Berliner Atelier Brekers gezeigt. Der kurze Film vermittelt sehr intensiv die Gigantomanie und Ideologie der Breker´schen Plastiken.
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