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CHARAKTERKÖPFE
Mimische und physiognomische Studien: Leonardo da Vinci, Rembrandt van Rijn, William Hogarth, Franz Xaver Messerschmidt

In der Renaissance, der Epoche der “Entdeckung der Welt und des Menschen”, begannen Künstler, sich im Kontext der Entwicklung der Porträtmalerei intensiv mit Studien der menschlichen Mimik und Physiognomie zu beschäftigen. Damit wurde eine Tradition begründet, die sich bis in das 19. Jahrhundert weiterentwickelte. Zahlreiche Selbstbildnisse in Form kleiner Radierungen hat etwa Rembrandt hinterlassen, für den die Darstellungen auch Studien für die Mimik der Figuren in seinen Historienbildern waren. William Hogarth studierte die menschliche Physiognomie als Ausdruck des Charakters und war mit seinen Zeichnungen auch ein Begründer der modernen Karikatur. Berühmt sind die “Charakterköpfe” (Porträtplastiken) von Franz Xaver Messerschmidt als Ausdruck von Gefühlen und Stimmungen. Die Aktualität dieser Künstler wurde 2006 und 2007 durch große Ausstellungen in Amsterdam und Berlin (Rembrandt), im Pariser Louvre (Hogarth) und im Skulpturenmuseum Liebieghaus Frankfurt (Messerschmidt) nachhaltig belegt. Die Überzeichnungen von Fotos der Köpfe Messerschmidts durch Arnulf Rainer schaffen die Brücke zur aktuellen und zeitgenössischen Kunst.

Der Unterrichtsbaustein wurde erarbeitet von Joachim Penzel und Josef Walch.

Unterrichtsmaterialien

In einer Lehrerinformationen werden grundlegende Ziele und Inhalte dieser Unterrichtseinheit dargestellt, ergänzt durch eine Skizze für einen möglichen Unterrichtsverlauf. Hinweise auf Medien, Literaturangaben und alternative Arbeitsanregungen beschließen die Informationen zu einer durch die zahlreichen Verweise auf Kapitel der Reihe Grundkurs Kunst umfangreichen Unterrichtseinheit mit vielen Variationsmöglichkeiten.
 
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In einem Text für Schülerinnen und Schüler werden grundlegende Funktionen mimischer und physiognomischer Studien von Künstlern und deren Bedeutung für die künstlerische Arbeit erläutert. Dem Text sind Bildbeispiele mit Grafiken von Leonardo da Vinci, Rembrandt, William Hogarth und Franz Xaver Messerschmidt beigefügt. Ebenso finden sich am Ende des Textes Fragen und Anregungen.
 
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In einer Präsentation werden sechs Beispiele der berühmten “Charakterköpfe” Franz Xaver Messerschmidts vorgestellt. Kurze Erläuterungen zu den einzelnen Beispielen sind vorangestellt.
 
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In sehr gut und umfangreich illustrierten Materialien stellt die Autorin Margarete Payer unter http://www.payer.de/kommkulturen/kultur041.htm die Bedeutung von Gesicht, Mimik und Blick vor. An vielfältigen Beispielen aus der Kunst werden Möglichkeiten der Interpretation von Mimik und Physiognomie auch als Widerspiegelung von Gefühlen und Ausdruck einer Persönlichkeit beschrieben und analysiert.
 
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