Balancieren bedeutet sich selbst oder einen Gegenstand unter Einfluss der Schwerkraft in mechanischem Gleichgewicht zu halten. Künstler der Kinetik haben in den 1960er Jahren Formen des Balancierens als mechanische Bewegung und künstlerische Ausdrucksform aufgegriffen, so z. B. Alexander Calder oder George Rickey. Die Ursprünge der Kinetik lassen sich jedoch weiter zurückführen und finden sich in kunstgewerblichen Objekten des 18. und 19. Jahrhunderts, die balancierende Figuren zeigen, die sich durch einwirkende Kräfte wie den Wind bewegen. Auf diese Vorbild greifen die hier gezeigten Balancierer zurück, im Rahmen einer Aktion mit Kindern und Jugendlichen des Kunst- und Kulturvereins Wettenberg-Wißmar KuKuK unter der Leitung von Prof. Dr. Johannes Eucker entstanden sind. Das Prinzip ist ganz einfach: Balancierer (man spricht auch von Wippfiguren, bleiben dann im Gleichgewicht und auf einem Sockel stehen, wenn der Schwerpunkt unterhalb der Standlinie liegt (vgl. Abbildung). Das Bauen von Balancierern eignet sich insbesondere, um Schülerinnen und Schüler spielerisch mit Formen kinetischer Kunst vertraut zu machen. (vgl. dazu: Eucker, Johannes: Balance, Balance. Spiele mit dem Gleichgewicht. Stuttgart 1990)
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